68 km Schlögen / OÖ
24-Stunden-Wanderung
15. Oktober 2016


(Letzte Änderung: 24. Oktober 2016)

24 Stunden Wanderung – die Vierte, das war das Motto, unter dem Eva Gugler, die Besitzerin vom Donau Hotel "Schlögener Schlinge" und auch Organisatorin der Tour, zu dieser Veranstaltung einlud.

Aufgeteilt in eine Tagesetappe über 45 Kilometer und eine Nachtetappe über 23 Kilometer galt es rund insgesamt 4.000 Höhenmeter zu bewältigen.

Bereits um 6 Uhr morgens waren alle 91 Teilnehmer anwesend, viele von ihnen schon das vierte Mal, die erst einmal das ausgiebige und kräftige Frühstück genossen, um dann gestärkt auf die Tagesetappe gehen zu können.

Gestartet wurde diesmal in Erlau zwischen Passau und Obernzell auf der bayerischen Seite der Donan, denn der ursprünglich geplante Jägersteig ab Obernzell war wegen gravierender Hochwasserschäden noch gesperrt.

Deshalb musste eine etwa einstündige Busfahrt zum Start in Kauf genommen werden.

Nach einem kurzen und steilen Anstieg war bald die König-Max-Höhe erreicht, von der sich ein grandioses Panorama über die Höhen des Bayerischen Waldes und hinüber auf den Oberösterreichischen Sauwald eröffnete.

Ein kurzes Stück noch und schon war die erste Rast- und Labestelle erreicht, die Grafmühle bei Satzbach, die auf 500 Jahre Geschichte zurückblicken kann.

Der heutige Besitzer dieser Bio-Mühle, Herr Bauer, hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, nämlich eine Privatführung durch die Mühle mit anschließender Bewirtung mit frischen "Auszogenen" - in Österreich auch "Bauernkrapfen" genannt.

Weiter ging's auf herrlichen Waldpfaden der Stadt Passau entgegen, und wie ein Begrüßungskomitee schien jetzt die Sonne vom makellosen blauen Himmel, als die Teilnehmer zum Mittagessen beim Donauschiff "Sissi" der Reederei Wurm + Köck eintrafen.

Nach einer eineinhalbstündigen Dreiflüsserundfahrt wurde jetzt die Altstadt durchquert, am Rathaus vorbei, über den Residenzplatz mit Dom und hinüber zur Innstadt über die Innbrücke.

Dass Passau viel der italienischen Baukunst zu verdanken hat, konnte man beim Blick zurück zur Stadt wahrlich ausmachen.

Die nächsten 15 Kilometer waren geprägt durch ein ständiges Auf und Ab über die Hochflächen um Freinberg, und beim Grenzübertritt, der eigentlich keiner mehr ist, konnte man bei Haibach noch die Schäden sehen, die das letzte Hochwasser angerichtet hat.

Die Nachmittagsrast erfolgte dann beim empfehlenswerten Gasthaus Nibelungenstüberl, direkt am Donauradweg gelegen.

Nach dieser Rast folgte der schwierigste Teil, der Anstieg hinauf zum Plateau von Esternberg.

Die Nacht brach langsam herein und man konnte nun die Abendsonne sehen, die aber jetzt immer mehr von den heranziehenden Wolken verdeckt wurde.

Ehe das abschließende Stück in Angriff genommen wurde, war noch eine kurze Rast beim Bürgermeister in Vichtenstein angesagt.

Regen setzte ein, und mancher war nun froh, den Haugstein hinter sich gelassen zu haben und die Busse, die uns zurück nach Schlögen bringen sollten, erreicht zu haben.

Nun hieß es, sich etwas auszuruhen und "Essen zu fassen", um für die Nachtetappe, die pünktlich 0:30 Uhr gestartet wurde, fit zu sein.

Nach einem üppigen Abendmahl gleich einmal mehr als 300 Höhenmeter zu bewältigen, ist sicherlich nicht ganz einfach.

Jedenfalls war jeder froh, die Anhöhe von St. Agatha geschafft zu haben, zumal jetzt der Regen innehielt und der Vollmond zum Vorschein kam.

Ein langer Abstieg, ein letzter steiler Anstieg und schon tauchte die "Hoamat" auf.

Wie es schon Brauch ist, konnte man sich auch heuer wieder bei heißer Frittatensuppe oder bei einer Hochzeitssuppe stärken, denn es galt noch einmal, alle Reserven zu mobilisieren, um die restlichen 8 Kilometer zu packen.

Die Schlusskilometer stellte auch heuer wieder die letzte, mit Steinen übersäte Wegpassage hinunter zur Donauschlinge dar.

Dort wurde man schon mit einem Lichtermeer aus Kerzen und auch mit viel Applaus willkommen geheißen.

Es war Punkt 6 Uhr morgens!

Die 24 Stunden waren geschafft; die 68 Kilometer waren passé; das wohlverdiente Frühstück konnte genossen werden.

Und viele, die heuer an der 24 Stunden Wanderung teilgenommen haben, haben sich geschworen, auch im nächsten Jahr wieder dabeisein zu wollen.

(Text & Fotos: Hans-Ulrich Pietsch)

Das Frühstück ist hergerichtet; man kann gestärkt auf die "Reise" gehen

Hans von den Nebelbergern hat einen Begleitung gefunden

Bei der König-Max-Höhe

Am Donaustein nach Passau

Ein Eldorado für Mykologen - Parasole

Rast in der Grafmühle.
Herr Bauer, der Besitzer, erklärt uns persönlich und
zeigt uns auch die Mühle. Natürlich kann dort auch eingekauft werden.

Auf dem Donausteig weiter über Grubweg nach Passau

Hans von den Nebelbergern lässt es sich schmecken

Mittagessen während der Rundfahrt

Impressionen von und in der Altstadt von Passau

Eva Gugler in Begleitung auf der Innbrücke

Die "Wächterin" an der Grenze

Die Grenze in Bayrisch Haibach zu Österreichisch Haibach

Auf dem Weg zum Nibelungenstüberl
bei Hinding an der Donau

Der "Biertrinker" von Dietzendorf bei Esternberg:
Der Weg ist mit Bierkapseln gepflastert; Zöpfe aus Kronenkorken!!

Auf dem Weg nach Vichtenstein:
Die Abendsonne verleiht der Landschaft etwas Magisches

Es ist 4 Uhr früh: Die "Hoamat" ist erreicht...

...eine heiße Suppe ist jetzt nicht schlecht!

Die junge Dame aus Tittling bei Passau stärkt sich noch ein letztesmal

Es ist 6 Uhr morgens:
Die 68 Kilometer sind geschafft; die Donauschlinge ist erreicht;
es kann gefeiert werden