Olmütz / CZ
2. August 2017

(Letzte Änderung: 17. September 2017)

Nachdem bereits am Dienstag-Abend die beiden Kleinbusse bei der Firma Automobile Zauner in Schärding übernommen und mit dem Reisproviant beladen wurden, durften Zirberl und Opa-Helmut nochmals einen netten Abend und eine gemütliche Nacht bei Familie Pietsch in Bad Füssing verbringen - RECHT HERZLICHEN DANK dafür - und so konnte am Mittwoch die erste Etappe unserer Reise ausgeschlafen in Angriff genommen werden.

Doris und Josef trafen am frühen Morgen in Schärding ein, Josef übernahm den zweiten Kleinbus und trug die ersten Fahrtziele in sein Navi ein - es galt nun alle Mitreisenden quer durch Ober- und Niederösterreich "einzusammeln".

Opa-Helmut und Zirberl hatten Wels-Hauptbahnhof, wo Sigi Stogmeyer zustieg, und den Autobahnparkplatz von Ansfelden, wo Sigrid Hager sowie André und Johannes Macho die Reise antraten, als Ziel.

Leider wurde in Ansfelden endgültig klar, dass es Helmuth Voglsang aufgrund einer plötzlichen Erkrankung nicht möglich war, die Reise mit uns anzutreten - sehr sehr schade!

Josef und Doris fuhren mit Angela und Hans-Ulrich Pietsch an Bord zunächst zum Bahnhof von Amstetten, wo Franz Haider und Karl Reichartzeder zustiegen.

Gemeinsamer Treffpunkt war schließlich der Bahnhof von Mistelbach, wo mit Gerhard Beer, Josef Boyer und Karl Gebhard die restlichen Mitreisenden zur Gruppe stießen.

Beerli und Josef Boyer stiegen im Bus bei Opa-Helmut zu und Gebhard vervollständigte die Besatzung des "Navi-Busses", der von Josef Sellmaier gefahren wurde.

An dieser Stelle muss ich mich gleich ganz ganz herzlich bei Josef dafür bedanken, dass er während der gesamten Tage die Navigation übernahm und jeder, der sowas schon mal gemacht hat, weiß, wie schwierig das ist - auf den Verkehr ist zu achten, das Navi in fremden Ländern muss genau beobachtet werden und dann ist noch darauf zu achten, dass der zweite Bus nicht abhanden kommt - eine unglaubliche Spitzenleistung, die RESPEKT verdient, zumal alle Ziele - seien es Unterkünfte, Fähren oder Wanderziele - perfekt angesteuert und gefunden wurden

Nun ging es alsbald bei Mikulov über die Grenze nach Tschechien und es begann, nachdem die Route über Mistelbach relativ spät festgestanden hatte, die Suche nach der Möglichkeit zur Mittagseinkehr - in der Basisplanung war der Grenzübertritt bei Znaim und das Mittagessen dort geplant, die Zustiegsmöglichkeit in Mistelbach stellte sich jedoch als viel besser öffentlich erreichbar heraus.

Einkehrversuche bei einem Lokal beim Aqualand Moravia - ein wegen 15 Gästen entsetzter Kellner, der eine Wartezeit von mehr als 1 Stunde ankündigte - sowie ein weiterer bei einer als Restaurant "getarnten" Tankstelle, wo es nur Miniimbisse gab, scheiterten und so wurde die Fahrt bis etwas nach Brünn zur Raststation Rohlenka fortgesetzt, wo es ein KFC-Restaurant, ein Subway, einen McDonalds, einen OMV-Shop mit Imbissen sowie einen Stand mit Bierchen gab.

Fast alle Mitreisenden entschlossen sich für das KFC-Restaurant und so wurden diverse gebackene Hendlteile ausgefasst und auf einer gemeinsamen Rechnung mittels Vereinskreditkarte bezahlt - es mussten somit keine Kronen getauscht werden und die Abrechnung erfolgte nach Ende der Reise, denn wer was konsumierte wurde vom "Oberbuchhalter" Opa-Helmut genauestens festgehalten.

Mit vollem Wamst ging es weiter und nach einer weiteren kurzen Zigaretten- und Pinkelpause wurde am halben Nachmittag unser erstes Reiseziel, das Hotel "Hotelový Dům" in Olomouc erreicht.

"Alles raus aus den Bussen" war das erste Motto und während Opa-Helmut versuchte, auf deutsch, englisch und in Gebärdensprache die Aufnahmeformalitäten samt Ausfassen der Zimmer und Möglichkeiten zum kurzfristigen Storno eines Zimmers durch den Ausfall von Helmuth zu erledigen, warteten schon alle ungeduldig auf den Bezug der Unterkünfte.

Schöne Zimmer zu günstigen Preisen (rund € 20,-- inklusive Frühstück im Doppelzimmer) konnten bezogen werden und es wurde vereinbart, gegen 16:30 Uhr zur Stadtbesichtigung im hoteleigenen Pub zu starten.

Stadtpläne wurden im Hotel ausgefasst, auf denen jedoch leider das Hotel selbst nicht eingezeichnet war, was deshalb erwähnenswert ist, da wir von einem Gast im Pub falsch über die Lage des Hotels am Plan informiert wurden und sich so der Heimweg am späten Abend etwas länger gestaltete :-) - Pannen, die zweifelsohne am ersten Tag passieren können und bei unseren folgenden Zielen und Unternehmungen nicht mehr vorkamen.

Unser erstes Ziel an diesem Abend war die Informationsstelle von Olmütz, denn dort sollte es die Startunterlagen und die IVV-Stempel für den IVV-Permanentweg durch die Altstadt von Olmütz geben.

IVV - ist das was zu essen?

Unglaublich nette und bemühte Damen versuchten alles, um Informationen über diesen Weg aufzutreiben und nachdem Josef in etwa das Aussehen des IVV-Stempels beschrieben hatte, wurde wenigstens dieser in einer Schublade gefunden - der Tag schien also für die Wanderer gerettet!

Kontollkarten, Streckenpläne oder Streckenbeschreibungen gab es keine, aber die einzelnen Highlights und Kontrollpunkte wurden von der netten jungen Dame ebenfalls ausfindig gemacht und auf unserem Stadtplan eingezeichnet.

Also begaben wir uns auf diese Spuren und es konnten unterwegs sogar Markierungen des IVV-Weges gefunden werden - jedenfalls besuchten wir aber fast alle Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt.

Mit einer gemütlichen Einkehr zum Abendessen am Hauptplatz endete unsere rund dreistündige Stadtwanderung.

Danach machte man sich auf den Heimweg, der sich - wie schon kurz beschrieben - recht abenteuerlich und etwas länger als geplant gestaltete, wodurch gefühlt auch der gesamte Randbereich der Stadt erkundet wurde.

Egal - gemeinsam haben wir es geschafft und nachdem das Pub des Hotels bereits geschlossen hatte, ließen wir den Tag in kleiner Runde bei "Gösser" und "Wieselburger" aus der Dose ausklingen.

Ein - aus meiner Sicht - wunderschöner Auftakttag der Wanderreise war vorbei, Unterkunft und geplantes Rahmenprogramm waren mehr als OK, der IVV-Stempel für Tschechien eingefahren und die Vorfreude auf die kommenden Tage und Erlebnisse waren groß.

(Text: Opa-Helmut - Fotos: Opa-Helmut & Sigi & Josef Sellmaier)

Erfrischung im Pub beim Hotelový Dům vor dem Start zur Stadtbesichtigung

Zusammenwarten und los geht's

Vorbei am Marktgelände

Blick zur...

... Marienpestsäule (Mariánský sloup) in Olmütz

Der Jupiterbrunnen...

...lädt zu einem ersten Gruppefoto

Vorbei am Neptunbrunnen

Der Neptunbrunnen

Straßenmusiker in Olmütz

Der Arionbrunnen

Mal sehen, wer schneller ist

Die Dreifaltigkeitssäule (Sloup Nejsvětější Trojice)

Herkulesbrunnen

Das Rathaus von Olmütz mit dem Infocenter

Freudige Erwartung auf die Unterlagen für den PW von Olmütz

Diese junge Dame hat sich sehr bemüht und
wenigstens wurde der IVV-Stempel gefunden

Bronzemodell der historischen Innenstadt

Moritzkirche - Pfarrkirche des hl.Moritz

Kirche Maria Schnee von der Seite...

...und von vorne

Geschichtliches Museum in Olmütz

Blick zum Tritonenbrunnen

Wenzelsdom - Kathedrale des hl.Wenzel in Olmütz

Gruppenfoto beim Wenzelsdom

Durch eine schöne Parkanlage

Über die March zum Kloster Hradisko geblickt

Blick auf die March in Olmütz

Kloster Hradisko

Das Kloster Hradisko wollen wir aus der Nähe erkunden

Der Kirchenturm

Wunderschöne Statuen und Stuckaturen in der Prälatur

Der prunkvolle Festsaal

Traumhaft schönes Deckenfresko vom österreichischen Maler Paul Troger

Blick aus dem Festsaal Richtung Wenzelsdom

Weiter geht es entlang der March

Orthodoxe Kirche des hl. Gorazd

Schöner Blick über die March

Entlang der alten Stadtmauern

Mausoleum jugoslawischer Soldaten

Durchgang hinauf durch die Stadtmauer

Einkehr zum Abendessen am Hauptplatz

Die Dreifaltigkeitssäule im Abendlicht - es war ein schöner erster Tag